Omeganebel (M 17)
Ein heller Nebelbalken mit Haken – je nach Fantasie Schwan, Omega oder Hufeisen.
Zuletzt aktualisiert: 15.10.2026 · Von Michael Plangger · So wählen wir aus

Was du siehst
Mit blossem Auge ist M 17 nur unter sehr guten Bedingungen und von nicht zu nördlichen Orten aus knapp sichtbar (SEDS). In der Schweiz steht er dafür meist zu tief.
Im Fernglas siehst du einen hellen, länglichen Nebelbalken (NASA). Er ist viel kleiner und kompakter als der Lagunennebel.
Im Teleskop zeigt sich die typische Form: ein heller Balken mit einem Haken am Ende. Je nach Fantasie sieht das aus wie ein schwimmender Schwan, ein Hufeisen, ein griechisches Omega oder ein Hummer – alle diese Namen sind gebräuchlich (SEDS). Der hellste Teil wirkt weiss, nicht rot (SEDS).
Tief im Süden
Von der Schweiz aus steigt M 17 höchstens auf gut 25 Grad über den Südhorizont. Wähle einen Beobachtungsort mit freiem Blick nach Süden und warte, bis der Nebel am höchsten steht – im Juli und August am Abend.
Gut zu wissen
Der Omeganebel ist ein Sternentstehungsgebiet. Junge, heisse Sterne regen das Gas zum Leuchten an, sind aber selbst grösstenteils im Nebel versteckt (SEDS). Das Gas enthält rund 800-mal so viel Masse wie die Sonne (SEDS, NOIRLab) – mehr als der Orionnebel.
Tipps
- Ein Nebelfilter (UHC oder OIII) lässt die schwächeren Teile deutlich hervortreten – siehe Filter.
- Kleine bis mittlere Vergrösserung zeigt den Schwan am besten.
- Kombiniere die Beobachtung mit M 8, M 24 und M 18 – alle liegen in derselben Himmelsregion.
Häufige Fragen
Kann man den Omeganebel mit dem Fernglas sehen?
Warum hat M 17 so viele Namen?
Quellen (4)
- NASA Science: Messier 17 (The Omega Nebula or Swan Nebula) (abgerufen 14.10.2026)
- SEDS Messier Database: Messier 17 (Omega Nebula) (Spiegel bei LAMOST) (abgerufen 14.10.2026)
- NASA Science: Messier 24 (abgerufen 14.10.2026)
- NOIRLab: The Omega Nebula, M17, Bild und Beschreibung (abgerufen 14.10.2026)
Weiterlesen
Lagunennebel (M 8)Ein grosser, heller Sommernebel über der «Teekanne» – im Fernglas mit Sternhaufen und dunkler Lagune.
Wildentenhaufen (M 11)Ein dicht gepackter Sternhaufen wie ein Schwarm fliegender Enten – im Teleskop ein Prachtstück.
FilterEin Filter ist Pflicht, alle anderen sind Kür: der Sonnenfilter. Bei Mond-, Nebel- und Farbfiltern lohnt sich ein nüchterner Blick auf das, was sie wirklich können.