Krippe (M 44)
Ein Sternhaufen wie ein Nebelfleck – im Fernglas löst er sich in Dutzende Sterne auf.
Zuletzt aktualisiert: 15.10.2026 · Von Michael Plangger · So wählen wir aus

Was du siehst
Mit blossem Auge ist die Krippe unter dunklem Himmel ein matter, nebliger Fleck (NASA). Weil sie so leicht zu sehen ist, kennt man sie seit vorgeschichtlicher Zeit; griechische Astronomen nannten sie «kleiner Nebel» oder «kleine Wolke» (SEDS).
Im Fernglas löst sich der Fleck in rund 20 Sterne auf (NASA) – und genau hier ist die Krippe am schönsten. Sie füllt mit etwa 1,5 Grad gut drei Vollmondbreiten (NASA) und passt damit ideal ins Gesichtsfeld eines Fernglases.
Im Teleskop werden es Dutzende bis Hunderte meist bläulich-weisser Sterne (NASA). Nimm die kleinste Vergrösserung, sonst siehst du nur einen Teil des Haufens.
Gut zu wissen
Galileo Galilei hat die Krippe als Erster aufgelöst und schrieb, sie sei nicht ein einzelner Stern, sondern eine Ansammlung von mehr als 40 kleinen Sternen (SEDS). Messier nahm sie 1769 in seinen Katalog auf. Heute weiss man, dass mehr als 200 Sterne in diesem Feld tatsächlich zum Haufen gehören (SEDS).
Der Name stammt aus der Antike: Griechen und Römer sahen im Nebelfleck eine Futterkrippe, an der zwei Esel fressen – die beiden Sterne Gamma und Delta Cancri gleich daneben (SEDS).
Tipps
- Der Krebs ist ein schwaches Sternbild. Beobachte deshalb bei dunklem Himmel und ohne Mond.
- Ein Fernglas auf einem Stativ zeigt die Krippe ruhiger und mit mehr Sternen.
- Vergleiche die Krippe mit den Hyaden – die beiden Haufen haben vermutlich einen gemeinsamen Ursprung (SEDS).
Häufige Fragen
Kann man die Krippe mit blossem Auge sehen?
Warum heisst M 44 «Krippe»?
Quellen (2)
- NASA Science: Messier 44 (abgerufen 14.10.2026)
- SEDS Messier Database: Messier 44 (Beehive Cluster, Praesepe) (Spiegel bei LAMOST) (abgerufen 14.10.2026)
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